US-Unternehmen entwickelt Abfangdrohne mit KI, die Ziele anhand von Geräuschen verfolgt

US-Unternehmen entwickelt Abfangdrohne mit KI, die Ziele über Geräusche verfolgt
US-Unternehmen entwickelt Abfangdrohne mit KI, die Ziele über Geräusche verfolgt (Foto: Talon Avionics)

Das US-Unternehmen Talon Avionics hat das autonome Anti-Drohnen-System SECTR entwickelt, das eine akustische Zielerfassung mittels künstlicher Intelligenz (KI) nutzt und bis zu 100 Abfangdrohnen pro Station umfasst.

Laut dem Portal Defence Blog beschrieb das Unternehmen das System als einen grundlegend neuen Ansatz zur Luftverteidigung gegen die wachsende Bedrohung durch kostengünstige Angriffsdrohnen.

Das System SECTR basiert auf einer modularen 10×10-Startplattform (bezeichnet als Abfangstation SECTR-IK-02), die auf bis zu 100 Startrohre skaliert werden kann und von einer einzigen Kontrollstation aus betrieben wird.

Die Plattform kann in stationären Konfigurationen eingesetzt oder auf Fahrzeugen montiert werden, was sie für Konvoibegleitung, Basisschutz und den Schutz kritischer Infrastruktur geeignet macht.

Jede Abfangeinheit, einschließlich ihres Startrohrs, wiegt 700 Gramm. Als leichte und kompakte Plattform ermöglicht dies die Lagerung und den Transport großer Mengen bei minimalem logistischem Aufwand.

Das System kann bei einer Konfiguration mit 100 Abfangdrohnen bis zu 24 Stunden mit einer einzigen Ladung betrieben werden und funktioniert in einem Temperaturbereich von -40 °C bis +85 °C. Dadurch kann es in einem breiten Spektrum von Umgebungen eingesetzt werden – von arktischen Bedingungen bis hin zu Wüsteneinsätzen.

Ein zentrales Merkmal von SECTR ist ein Paket, das proprietäre akustische Erkennung mit konventioneller Radarintegration kombiniert. Das akustische Array, bestehend aus 16 Mikrofonen, erkennt Ziele in Entfernungen von bis zu 100 Metern und identifiziert die von Drohnenmotoren erzeugten Geräuschsignaturen – auch von Bedrohungen, die noch nicht auf dem Radar sichtbar sind.

Die Radarkomponente liefert gleichzeitig ein umfassendes Lagebild des Luftraums in Entfernungen zwischen 200 und 1.000 Metern. Zusammen speisen die beiden Sensorebenen eine multimodale Fusions-Engine, die kontinuierlich akustische Muster analysiert. Anschließend wird das Radar genutzt, um den Drohnentyp und die Bedrohungsstufe zu klassifizieren, bevor ein Abfangsystem eingesetzt wird. Sobald das System ein bestätigtes Ziel erfasst, fliegt der Abfangkörper direkt darauf zu.

Ein an Bord befindliches KI-Modell ermöglicht es dem Abfangsystem, zwischen dem Geräusch einer Zieldrohne und dem Lärm der eigenen Motoren sowie dem Umgebungswind zu unterscheiden – eine entscheidende Fähigkeit, die Fehlinterventionen verhindert und eine zuverlässige Steuerung bis zum Abfangpunkt gewährleistet.

„Ein großer Vorteil unseres Systems ist die vollständig passive akustische Erkennungsschicht“, sagte Michael Mayer-Rosa, Mitgründer und strategischer Leiter von Talon Avionics.

„Im Gegensatz zu vielen Anti-Drohnen-Systemen sendet es keinerlei Signale aus, was bedeutet, dass es die Position der geschützten Einheit nicht preisgibt. Dadurch können Kräfte Drohnenbedrohungen erkennen und verfolgen, während sie verborgen bleiben – was für militärische Operationen, Konvoischutz und vorgeschobene Positionen entscheidend ist.“

„Da sich Drohnen schnell verbreiten […], verändert sich die Natur der Luftbedrohungen grundlegend. Traditionelle Counter-UAS-Lösungen stehen zunehmend vor Herausforderungen: Sie sind komplex, erfordern geschulte Bediener und sind stark auf Radar- oder RF-Signale angewiesen, die in realen Einsatzumgebungen eingeschränkt sein können“, ergänzte Mayer-Rosa.

Foto: Talon Avionics. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.

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